Blog - 27.04.2017 - „Blickwinkel"

 „Blickwinkel“ 

Mit der zweiten Vernissage am 26. April eröffneten die Stadtwerke Troisdorf (Poststr. 105, 53840 Troisdorf) die diesjährige Frühlingsausstellung. In der hauseigenen Kunden-Galerie zeigt die Künstlern Hélène Michel bis zum 30. Juni 2017 ihre ganz eigene und persönliche Perspektive auf die Welt mit kubistischen Öl- und Pastellarbeiten - jeweils montags bis freitags von 07.30 Uhr bis 17.30 Uhr.

Im Erdgeschoss der Galerie präsentiert Hélène Michel ihre Werke in Ölpastell. In leuchtenden Komplementärfarben verbindet sie Formen und Linien, die bei ihrer Arbeit absolute Perfektion voraussetzen und keinerlei Überarbeitung oder Korrektur zulassen. Mehrere Tage, aber auch Monate kann es dauern, bis die Künstlerin ihr Werk als vollendet ansieht. „Bei diesen Werken habe ich gemalt, wie ich überlege!“ erklärt die in Vietnam geborene Künstlerin.

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„In den weiteren Etagen zeige ich meine Pastellarbeiten - hier habe ich gemalt, wie ich fühle! D. h. hier musste ich nicht überlegen, sondern diese Bilder sind durch meine Gefühle entstanden.


Die Werke der Künstlerin erscheinen harmonisch-poetisch bis kraftvoll-kontrastreich. Sie hält in ihren Bildern das vibrierende Großstadteben, aber auch die Schönheit der kleinen Städte und Dörfer fest. Besonders die Geborgenheit der Dörfer, z.B. in der Provence, bringen für sie auf besondere Weise die Schönheit des Verfalls zum Ausdruck.

Hélène Michel wurde 1955 in Vietnam geboren und zog nach Kriegsende 1975 nach Frankreich. Seit 1985 lebt sie mit ihrer Familie in Bonn-Bad Godesberg. Dazwischen verbrachte sie mehrere Jahre mit Auslandsaufenthalten. In Vietnam hat sie keine Verwandten oder Familienangehörigen mehr. 

Die Freude an der Harmonie von Farben und Formen bringt sie aus ihrer asiatischen Heimat mit. In zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen (Deutschland, Belgien, Groß-Britannien, Italien und Polen) präsentierte Hélène Michel bereits ihre Werke - dabei bewegt sie sich innerhalb zweier unterschiedlicher Stile: kubistisch und realistisch.

Besonders in kubistischer Manier zerlegt sie mit ihren Öl-Pastellarbeiten geometische Flächen, gefasst in strahlend-leuchtenden Farben. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet Hélène Michel den urbanen Raum der Menschen, aber auch die Idylle kleinster Dörfer. 

Zudem entschied sich Hélène Michel, als französische Staatsbürgerin, die deutsche Sprache in Verbindung mit ihrer eigenen Kunst und die anderer Künstler zu erlernen. Viele Begegnungen und interessante Gespräche halfen ihr dabei. 

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Kunst kann als eine wundervolle Brücke der Kommunikation zwischen Menschen unterschiedlichster Kulturen und Interessen dienen. Das ist etwas, was auch mich selbst immer fasziniert hat. Und gerade das ist auch für die Stadt Troisdorf von besonderer Bedeutung. Schon viele Jahrzehnte arbeiten und leben in Troisdorf Menschen unterschiedlichster Nationalitäten und Kulturen zusammen. 

Die Kunst ist ein vielfältiges Mittel, um füreinander Verständnis aufzubringen, verschiedene Kulturkreise und Sichtweisen einander näher zu bringen und auch, um Vorurteile abzubauen! Denn Troisdorf ist und bleibt bunt! Und vielleicht lässt sich Hélène Michel eimmal dazu hinreißen, ein Troisdorfer Stadtmotiv in einem ihrer Bilder zu verewigen. Aber vielleicht gibt es das auch schon und wir wissen es bloß noch nicht!? ;-)

Ein Bild, ganz gleich, ob Gemälde oder Fotografie …,  ist eben kein Endprodukt - sondern es bringt Begegnungen und Gespräche mit sich.

Alles in allem wieder einmal eine sehr gelungene und interessante Ausstellung der Stadtwerke Troisdorf, auf deren Vernissage am 26.04.2017 erneut interessante Begegnungen möglich wurden. Tolle Gespräche - auch über Troisdorf „ … wie es früher einmal war und wie es heute ist ...“ brachten wieder neue Erkenntnisse hervor. 

Zeit steht nicht still - wir bewegen uns mitten in ihr. Wenn wir uns nicht bewegen, bewegt uns die Zeit.

Das freundliche, nette Team der Stadtwerke Troisdorf war ebenso für viele Gespräche offen. Und prompt outete ich mich als der „Kleine Salzstreuer von Troisdorf“. Ja, der bin ich wohl: ich streue Salz zum Würzen = Informationen über das kulturelle Leben in und um Troisdorf, über Kunst & Kultur, jenes & dieses, aber auch, um hier und da auf Wunden = Missstände aufmerksam zu machen. So ist das Leben: Freud & Leid liegen immer nah beieinander. 

Es gibt viele Herausforderungen in unruhigen Zeiten wie diesen, die zudem von rasanten Veränderungen in der Medienwelt bzw. der Welt der Kommunikation begleitet werden. Halten wir die Augen offen …!

Deshalb nun an dieser Stelle einige bildhafte Eindrücke der Ausstellung „Blickwinkel“ von Hélène Michel, die ich mit der Kamera festgehalten habe - schaut selbst:

(Weitere Infos  hier.)

© Alex We Hillgemann / www.alexografie.de  -  Alle Rechte vorbehalten!