Schreibtisch-Chaos

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Es fängt an mit einer kleinen Ecke. Die Ecke mutiert zu einem immer größer werdenden Häufchen und irgendwann stell man fest: „So kann ich nicht arbeiten!“ Denn: das Chaos hat sich auf dem Schreibtisch breit gemacht. Und schon beim nächsten Telefonat fängt man an, seinen Kugelschreiber zu suchen und ein noch unbeschriftetes Stück Papier. 

So kann die Summe der vielen kleinen  Zeitverschwendungen aufgrund der unnötigen Sucherei immens sein: lt. einer Studie des Fraunhofer-Instituts verschwenden wir etwa 1/3 der Arbeitszeit damit, Arbeitsmaterialien und Dokumente zu suchen - das sind ca. 70 Tage im Jahr! Damit stellt die Sucherei in Sachen Büroeffizienz ein stetiges Hindernis dar. 

"Es ist nie Zeit etwas wegzuräumen, aber immer, um danach zu suchen.“ (Sandra Felton)

Der Schreibtisch ist unsere  Projektionsfläche: wer sofort alles griffbereit hat, wenn etwas benötigt wird, signalisiert Kompetenz und darüber hinaus: Struktur und Weitsicht. Somit ist ein aufgeräumter Schreibtisch bzw. Arbeitsplatz keineswegs als übertrieben ordnungsliebend einzustufen. Weitsicht gilt vor allem dann, wenn man seinen Arbeitsplatz kurzfristig einer Vertretung überlassen muss. „Findet sich ein jeder zu Recht, wenn ich z.B. krankheitsbedingt plötzlich ausfalle?“ Wer sich diese Frage täglich stellt, gilt als absoluter Teamplayer - ein emens wichtiger Aspekt in Zeiten, in denen täglich immer mehr Informationen in kürzester Zeit auf uns einströmen. Und auch folgende Frage sollte man sich regelmäßig stellen: „Was denkt wohl ein Kunde oder Geschäftspartner, wenn er mein Büro betritt und dieses Chaos auf meinem Schreibtisch sieht?“ Vertrauensweckend wirkt es garantiert nicht! Daher ist der Schreibtisch auch gleichzeitig die Visitenkarte.

Zudem gibt ein aufgeräumter Schreibtisch einem ein gutes Gefühl: eine Umgebung, in der man sich gerne aufhält, fördert die  Produktivität und  Kreativität. Alles was sichtbar um einen herum „lagert“ - ohne System und Ordnung - stresst das Unterbewusstsein.  Wer in einer stetigen Zeitschleife seines Schreibtisch-Chaos herumgeistert, der sollte einen radikalen Schritt tun:

alles vom Schreibtisch runter räumen und dann entscheiden, was noch gebraucht wird und was noch funktioniert - und nur das kommt erneut auf den Schreibtisch! Heißt also: erst ausmisten und dann neu orgnaisieren! Der Rest: ab in den Müll. Darüber hinaus gibt es moderne Ablagesysteme in sämtlichen Formen und Farben ganz nach dem persönlichem Geschmack. Sollte das Unternehmensbudget dies nicht hergeben, so sollte man sich zumindest für einfache, praktische Lösungen entscheiden: z.B. altbewährte Stiftehalter, Ablagekästen und Pultodner. Eine einheitliche Gestaltung dient hier im Übrigen auch der Übersichtlichkeit. Wer es dann noch schafft, jedes Schreibtischutensil einem bestimmten Platz zuzuordnen und es auch stets dahin zurücklegt, schafft grundsätzlich Ordnung. Das gilt ebenso für Briefe, Belege u.ä.: nach dem ersten Blick sollten man entscheiden, wo es landet, wenn es nicht sofort bearbeitet wird. Alles das dient dem  Wohlfühlen am Arbeitsplatz. 

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Und ganz nebenher freut man sich, wenn dann auf dem Schreibtsich auch wieder Platz für die schönen Dinge im Leben ist:

z.B. ein Becher Cappuccino, den eine nette Kollegin aus der Pause mitgebracht hat 😉.




Desktop

P.S.: Schon gewusst? Ordnung auf dem Desktop des Computers ist ebenso angebracht und: Studien belegen, dass Mitarbeiter mit einem 24-Zoll-Monitor 52 % schneller arbeiten,  als mit 18 Zoll!


© Alex We Hillgemann / www.alexografie.de  -  Alle Rechte vorbehalten!