Blog - 29.01.2017 Worte ...

Kraft kleineWorte 290117

… die uns das Leben erleichtern.

Vor einigen Tagen begegnete ich auf einer Ausstellung einem älteren Herren, der sich Bilder anschaute und nur negative Kritik äußerte. Man könnte fast sagen, er redete entweder mit den Bildern oder mit sich selbst. Jedenfalls war er nicht in Begleitung. Als ich mich ihm näherte, nahm er mich sogleich in die Mangel und meckerte drauf los. Das Wort „ich“ kam dabei erstaunlich oft aus seinem Mund. Das erinnerte mich auch an meinen beruflichen Alltag, wenn meine Teammitglieder mit dem Wort „ich“ nur so um sich schmeißen. Ich versuche das weitgehend zu vermeiden und denke mir dann z.B. ‚Wieso sagt sie jetzt: 'Ich schicke ihnen die Ware noch heute raus!‘?  Denn das sind doch WIR und nicht SIE allein = eine Zusammenarbeit aus Vertrieb, Versand usw. Würden alle gleichsamt wahrheitsgemäß das Wort „wir“ anstelle von „ich“ benutzen, würde dies das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Teams stärken und auch dem Kunden klar signalisieren, dass eine starke Einheit hinter dem Produkt und der Diestleistung steht und damit auch mehr Vertrauen wecken!

Sprache ist ein kraftvolles Instrument, um Beziehungen zu stärken, um zu motivieren und: Sprache öffnet uns im Job Türen. Doch auch genau das Gegenteil von all dem kann der Fall sein. Worte wecken bestimmte Emotionen bei unseren Gesprächspartnern. Ein paar kleine, aber wichtige Wörter innerhalb des gesprochenen Satzes können daher das Resultat des Gespräches in eine positive Richtung lenken:

„Wir“ schafft Gemeinsamkeiten. Uns als Teil einer Gruppe zu fühlen, setzt Glückshormone frei. Dies haben Forscher herausgefunden. Wer seinen Gesprächspartner oder sein Publikum mit einer Wir-Formulierung anspricht, gewinnt wesentlich schneller Verbündete. Häufiger mal darauf achten, wie oft man ein „ich“ durch ein „wir“ ersetzen kann - man wird staunen!

„Entschuldigung“ ist ein Wort, dass in der heutigen Gesellschaft oftmals wahrlich immer mehr und mehr vergessen wird. Dabei ist es gar nicht so schwer, das Wort „Entschuldigung" auszusprechen. Dieses Wort kann auf sehr einfache Weise oftmals Ordnung und das Gleichgewicht einer Beziehung wieder herstellen. Zudem stärkt es die eigene Psyche und beruhigt das Gewissen. Das Wort „Entschuldigung" aus ehrlicher Überzeugung kann man ganz einfach lernen und es ist nie zu spät, damit anzufangen!

„Und“ anstelle eines „Aber“. Wenn man sich mit einer Idee oder einem Vorschlag nicht so recht anfreunden kann und man seinem Gegenüber diese Kritik entsprechend zum Ausdruck bringen will, dann ist ein „Und“ oftmals die bessere Wahl anstelle eines „Aber“. „Die Idee ist nicht schlecht, aber ….“ damit demotiviert man sein Gegenüber und schon stößt man schneller auf taube Ohren, als einem lieb ist. Da kann das kleine Wörtchen „Und“ schon eine wesentlich positivere Reaktion hervorrufen: „Die Idee ist nicht schlecht und ich schlage Dir vor, dass Du noch folgende Kleinigkeit änderst oder hinzufügst …“ Ein kleines Wort, das vieles einfacher machen kann.

„Warum“ hilft uns, die Beweggründe für die Aussage oder das Handeln unseres Gesprächspartners besser zu verstehen. Doch die Frage nach dem „Warum“ bzw. nach dem Beweggrund wird beim Diskutieren oder gar Streiten viel zu selten gestellt. Dabei hilft sie uns, Türen zu öffnen und mehr Verständnis für anderslautende Meinungen aufzubringen, bevor wir unserem Gesprächspartner unbedacht Gegenargumente entgegen schleudern. Hier geht es nicht einfach nur um’s „Recht haben“, sondern um „Verständnis" - und  zwar für beiden Seiten!


Also öfters mal die Kraft dieser kleinen Wörter nutzen 

und sich selbst sowie anderen damit das Leben erleichtern!

Und bitte immer beachten:

Worte sind wie Pfeile - sie treffen immer!



© Alex We Hillgemann / www.alexografie.de  -  Alle Rechte vorbehalten!